Erklärungen zur Aufkündigung des Koalitionsvertrages im Saarländischen Landtag
Anlässlich der Mitteilung von Ministerpräsidentin Annegret
Kramp-
Karrenbauer, die Jamaika-Koalition im Saarland aufzukündigen,
erklärt
der stellvertretende Landesvorsitzende der FDP-Saar,
Sebastian
Greiber:
„Wir haben mit Überraschung und Bedauern die Entscheidung
der
Ministerpräsidentin am traditionellen Dreikönigstreffen der FDP
zur
Kenntnis nehmen müssen. Der Landesvorsitzende Oliver Luksic, hat
die
Entscheidung der Ministerpräsidentin heute aus den Medien bzw.
über
Anrufe zu den Medienberichten erfahren.
Der schnelle Übertritt des ehemaligen Fraktionsvorsitzenden der
FDP,
Christian Schmitt, zur CDU im Dezember hatte schwere
Folgewirkungen
und die FDP destabilisiert da zeitgleich Vorwürfe gegenüber
anderen
FDP Politikern aufkamen. Oliver Luksic hatte noch am Donnerstag
Abend
die Ministerpräsidentin darüber informiert, dass wir am
Wochenende
eine gemeinsame tragfähige Lösung mit Christoph Hartmann an der
Spitze
der Landtagsfraktion für die derzeitigen Personalfragen innerhalb
der
FDP präsentieren können. Damit hätte die Jamaika-Koalition wieder
ihre
bisher erfolgreiche Sacharbeit fortsetzen können. Gerüchte über
eine
mögliche große Koalition hielten sich bereits länger im Raum.
Die
heutige Entscheidung der Ministerpräsidentin und das
Nicht-Einbinden
der Koalitionspartner lässt auch den Übertritt des ehemaligen
FDP-
Fraktionsvorsitzenden, Schmitt, in ein anderes Licht
rücken“.
Ansprechpartnerin:
Petra Meiser
Pressesprecherin FDP-Saar
M: 0160-6138557
Stellungnahme der Julis
"Kramp-Karrenbauer stellt eigene Interessen vor
Landesinteressen“
JuLis Saar enttäuscht von durchschaubaren
Machtspielchen
Die Jungen Liberalen (JuLis) Saar bedauern die am heutigen
Vormittag
bekanntgegebene Entscheidung der Ministerpräsidentin
Kramp-
Karrenbauer, die Jamaika-Koalition aufzukündigen. „Gerade
in
Anbetracht der bisher guten Arbeit der Regierung, die auch
die
Ministerpräsidentin in ihrer Pressekonferenz betonte, ist
ihre
Entscheidung für uns umso unverständlicher“ so Tobias Raab,
Landeschef
der JuLis Saar. „Viel mehr als das „Ob“ sind wir hierbei von der
Art
und Weise ihres Vorgehens enttäuscht“ erklärt Raab. Hiermit
spielt
Raab darauf an, dass die Ministerpräsidentin die liberalen
Minister
und den Landesvorsitzenden erst informiert habe, nachdem diese
die
getroffene Entscheidung bereits der Presse entnehmen
mussten.
„Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Landesvorsitzende der
FDP
Saar, Oliver Luksic, heute aus familiären Gründen im
Krankenhaus,
während Kramp-Karrenbauer ihre essentielle Entscheidung
bekanntgab.
All dies ist weder charakterlich noch politisch einer
Regierungschefin
würdig“ so Raab. Erschwerend komme hinzu, dass Kramp-Karrenbauer
in
ihrer Pressekonferenz gelogen habe, als sie vorgab Luksic vorab
von
diesem Schritt informiert zu haben.
„Diesen Schritt dann auch noch mit der angeblich instabilen Lage
der
Koalition und ihrer Verantwortung für das Land zu begründen,
ist
verlogen und heuchlerisch. Es war die Saar-CDU, die in
Kollaboration
mit Christian Schmitt der Fraktion der SaarLiberalen ein
Mandat
gestohlen hat. Trotz großer Sorge um die Verlässlichkeit der CDU
hat
sich die FDP Saar damals an der Verantwortung für das Land
orientiert
und sich für eine Fortsetzung der Regierung entschieden“ so Raab.
Es
sei wohl die Ironie des Schicksals, dass gerade Kramp-Karrenbauer
nun
mangelndes Vertrauen in die Stabilität als Anlass für Ihr Handeln
ins
Feld führe und sich einbilde, dass sie hiermit der Verantwortung
für
das Land gerecht werde.
Des Weiteren gaben die JuLis Saar bekannt, dass der
Landesvorstand
Christian Schmitt in seiner Sitzung vom 05.01.2012 wegen
grobem
Verstoßes gegen die Grundsätze der Jungen Liberalen
ausgeschlossen
hat.
Ansprechpartner:
Tobias Raab
Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Saar
Telefon: +496897 / 778 97 97
Mobil: +49163 / 255 95 31
E-Mail: t.r...@julis-saar.de
Internet: www.julis-saar.de
FDP Gemeindeverband Nalbach
